Chemnitzer
FC - VfB 09 Pößneck 3:1
Da der Jan berufsbedingt in Magdeburg zu tun hat, wurde von
mir bereits am Freitag Abend der Weg dorthin angetreten und gegen 20:30 Uhr
das Ziel erreicht, wo man sogleich mit Bier und Bett vom Gastgeber empfangen
wurde. Danke nochmals hierfür.
Das ursprünglich mit netten Ostderbys belegte Wochenende wurde einige Tage
vorher zum "Das beste draus machen -Wochenende", da das für den
Samstag angesetzte Sachsenpokal Halbfinale zwischen den Chemnitzer FC und Dynamo
Dresden und sogar die Oberligapartie Sachen Leipzig Borea Dresden, die als Ausweichpartie
gelten sollte, kurzerhand abgesagt wurde. "Diskokrieg" und eine NPD-Demo
(die ganz nebenbei auch noch abgesagt wurde) und die damit verbundenen benötigten
Polizeikräfte begründeten die Spielabsagen.
Statt Sachsenpokal fand dann wiederum das Oberliga Nachholspiel zwischen Chemnitz
und Pößneck statt. Alles recht wirr und teilweise wirklich unsinnig,
wie ich finde.
Pößneck ist nicht Dynamo aber dennoch sollte uns
heute der Weg nach Chemnitz führen, schließlich hatte noch keiner
von uns beiden diesen Ground jemals betreten und sinnvolle Alternativen gabs
auch nicht.
Also gegen Mittag das ehemalige Karl Marx Stadt erreicht und den Wagen auf den
Aldi-Parkplätzen neben dem Stadion abgestellt. Das Stadion an der Gellertstraße
gefällt mir eigentlich ganz gut, reines Fußballstadion unüberdachte
Stehplatzränge auf drei Seiten und eine überdachte Tribüne auf
der Gerade. Wir machten es uns bei herrlichem Sonnenschein auf einer der Geraden
bequem und beobachteten zu Spielbeginn das Treiben im Chemnitzer Heimblock.
Ein Spruchband, mit welchem die Absage des Pokalspiels kommentiert wurde und
viele Doppelhalter gaben ein recht nettes Bild ab. Was folgte waren Gesänge
gegen die Polizei und der übliche Singsang, den man aus vielen anderen
Stadien auch kennt. Anfangs ganz gut, wenig später aber rapide abfallend
und das, obwohl Chemnitz durch den heutige 3:1 Sieg Tabellenführer wurde.
Gut, ohne Gästefans ist es immer etwas schwerer sich zu motivieren aber
dennoch konnte der Heimmob wenig überzeugen. Alles in allem also ein recht
langweiliger Spielbesuch.
Nach dem Spiel dann direkt auf den Rückweg gemacht, allerdings mit einem
kurzen Abstecher über Leipzig, um sich hier bereits auf der Lok-Geschäftstelle
Karten für das morgige "kleine" Derby zu sichern. Kurzes "Groundwatching"
im geilen, alten Bruno-Plache-Stadion und Nahrungsaufnahme in der City, ehe
es weiter nach Magdeburg ging.
Nach Sportschau und einigen wenigen Feierabendbieren dann noch kurz das Nachtleben
in Magdeburg rund um den Hasselbachplatz geprüft und mit Ausnahme der recht
netten Kneipe, in der wir saßen für recht unspektakulär befunden.
Passt auch irgendwie zur ganzen Stadt, die mir nicht wirklich gefällt.
Daher auch um halb 1 schon wieder in der Unterkunft gewesen und gute Nacht gesagt.






