SV Darmstadt 98
– 1. FC Nürnberg
23.01.2026
Stadion am
Böllenfalltor
2. Bundesliga
Zuschauer:
17.810 (ca. 2.000 Gäste)
So, frohes
Neues, ihr Chaoten!
Verhältnismäßig
spät geht es in diesem Januar für mich wieder ans Spielfeld. Eine brisante
Gemengelage aus Zeitmangel, dummen Spielansetzungen und wetterbedingten Absagen
ist der Grund dafür.
Klar war
allerdings, dass es an diesem Wochenende wieder losgehen sollte, wobei lange
unklar war, wohin es gehen sollte, und so fiel meine Wahl nach etwas Hin und
Her auf Darmstadt gegen Nürnberg am Freitagabend und Hoffenheim 2 gegen Aachen
am Samstagnachmittag.
„Hoffen-was???“
Ja, berechtigte Frage, aber mit dem Stadion, welches nach dem örtlichen Mäzen benannt
ist, sollte nun endlich (wieder) das letzte Kreuz in Liga 3 gesetzt werden.
Nervig, keine Frage, aber was muss, das muss und so oder so, wird meine Forderung immer lauter. Eigene Liga für
Zeitmannschaften von Profiteams und das Ganze am besten gestern!!
Ich hatte noch
ein paar (tausend) Punkte aus dem BahnBonus-Programm zu verpulvern und so ging
es Freitagmittag mit dem Innovationsunternehmen via Köln und Frankfurt nach
Darmstadt. Viel bietet der Spielplan zu dieser Jahreszeit für gewöhnlich noch
nicht und so ging es zum Re-Visit nach 2009 mal wieder ans Böllenfalltor,
welches mittlerweile natürlich auch einem gründlichen Facelift unterzogen wurde
und mit dem alten „Bölle“ nun gar nichts mehr zu tun hat, sieht man mal von
Spuren der alten Stehränge und der charakteristischen Dugena-Stadionuhr
zwischen Haupttribüne und Nordtribüne ab.
Angekommen in
der „Heinerstadt“ kurz die Klamotten im bahnhofsnahen „Moxy“ abgeladen und fix
weiter mit der S9 zum Stadion. Derweil funkt der Buschfunk, dass eine
5er-Abordung junger Burschen aus der SVM-Szene diesen Kick ebenfalls als Start
einer kleinen feinen Tour wählte, es hier also unverhofft zu einem die Halbzeit
übergreifenden Meet and Greet kommen sollte. Es war mir eine Freude und Danke
nochmals fürs Bier! 😊
Spulen wir aber
mal zurück: Hinein geht’s in die gute Stube, schön auf der Haupttribüne, direkt
gegenüber vom komplett gefüllten Gästeblock und rechter Hand die heimische
Szene, in welcher – so wusste es auch der DWIDS-Woch-Jahreskalender zu
vermelden – die Ultrabande von „Usual Suspects“ drei Tage zuvor ihr 20-Jähriges
hatte. Gespannt sein durfte man daher auf die ein oder andere optische Aktion
in Form einer Geburtstagschoreo….
Aber zunächst gehen
die Augen gen Gästeblock, wo mit Spielbeginn und Besuch einiger Freunde aus Gelsenkirchen
der gesamte Block in rotes Bengalfeuer gelegt wird, was ein entsprechend guten
Bildes abgibt und auch im weiteren Verlauf UN94, BDA und Fiasko ihr Programm
grundsolide abziehen, dabei immer mal wieder ne Fackel anreißen und ebenfalls
mit ganz nettem Tifo zu gefallen wissen.
Das Ganze
wohlgemerkt trotz dessen, dass die eigene Mannschaft auch in dieser Spielzeit
irgendwo im grauen Mittelfeld dümpelt und wohl am Ende weder mit Abstieg noch
mit Aufstieg etwas zu tun haben wird. Prognostiziere ich jetzt einfach mal so.
Etwas anders
sieht es da bei den Hausherren aus, die aktuell Tabellenplatz 2 belegen und
sich als ernsthafter Aspirant auf den Aufstieg etabliert haben. Mit dem
heutigen 2:0 kommt man jedenfalls dem Anliegen, nach dem Abstieg im Jahre 2024
wieder ins Oberhaus zurückzukehren einen kleinen Schritt näher.
Dementsprechend
gute Laune herrscht an diesem winterlich-kalten Freitagabend am „Bölle“, wo ich
der aktiven Fanszene des SVD (Unterstützt von den Freunden aus Bern) ebenfalls
einen ganz guten Heimauftritt attestieren möchte.
Eine erhoffte,
alles bis dato Gesehenes in den Schatten stellende Geburtstagschoreo seitens „US
06“ gab es allerdings nicht, lediglich die anderen Gruppen (Ultra de Lis,
Underdogs) gratulierten per Spruchbändern, eines davon mit mehreren Dutzend
Metern Länge auf der Gegengerade.
Spruchbänder
gab es ebenfalls auf Nürnberger Seite, diese richteten sich allerdings gegen
die Polizei Berlin bzw. deren hartes Vorgehen gegen Ultras/Fans der Hertha eine
Woche zuvor im Heimspiel gegen Schalke.
So oder so wars am Ende ein gelungener Abend mit zwei stimmungsvollen Fanszenen, den ich auf meinem etwa einstündigen Fußweg zurück gen Hotel noch ausreichend reflektieren konnte.













