SSV Jeddeloh II – SV Meppen 2:3
08.03.2026
”Arena”
Regionalliga Nord
Zuschauer:
1.913 (ca. 700 Gäste)
Ziemlich genau
11 Stunden nach der Rückkehr aus Belgien sitzt man auch schon wieder im
Rennford, Kollege Jan ist mein Beifahrer und gönnte sich bereits am frühen
Nahmittag hochprozentiges Hopfengebräu aus passenderweise Belgien, um nun auch
den dramaturgischen Bogen mit thematischem Bezug zu Groundhopping am Vortag völlig
zu überspannen.
Jeddeloh 2. Ja,
das klingt so, wie es hier ist.
Das Kaff ist
einer von zwei Ortsteilen der Gemeinde Edewecht, der andere Ortsteil heißt
folgerichtig Jeddeloh 1. Das ist ja schon sehr sinnlos alles und dennoch wird
hier seit Jahren gute sportliche Arbeit gemacht, d. h. der SSV mischt in der
Spitzengruppe der Regio Nord mit und führte zu Saisonbeginn ja sogar die
Tabellenspitze für einige Zeit an. Zudem schmiss man den VfL aus Osnabrück aus
dem Landespokal und hat weiterhin Chancen auf diesen Titel.
Dass es für das
Abenteuer 3. Liga dann aber aufgrund mehrerer infrastrukturellen Gegebenheiten nicht
reicht, hat man hier wohlweißlich erkannt und kürzlich darauf verzichtet, die
Lizenz für diese Liga zu beantragen. Macht wohl Sinn, da zum Beispiel der
Gästeblock ist - und da wiederhole ich
mich möglicherweise – eine reine Katastrophe. Es ist einfach eine Wiese, um
welche ein paar Zäune gezogen wurden. Eine Bierbude, eine Wurstbude und paar
Dixieklos, fertig ist der Bumms.
Das führt am
Ende dazu, dass auch heute ein Großteil der rund 700 mitgereisten Emsländer in
Viererreihen vor dem Zaun steht und spätestens ab Reihe 3 kaum was vom
Spielgeschehen sieht. Sofern du kleiner als 1,75 Meter bist, kannst du es
komplett vergessen, da du einfach auf eine der Zaunfahnen glotzt.
Die aktive
Fanszene macht dennoch das Beste draus, die Jungspunde klettern auf das
„Werbebandengestell“ und lassen dort die Fahnen mit den magischen Farben wehen.
Hier ist es
vermutlich nicht wirklich komfortabel und man sollte aufpassen, nicht
runterzufallen, aber andererseits hat man von dort vermutlich noch ganz guten
Blick auf das Spielgeschehen, was durchaus als „wild“ bezeichnet werden kann.
In der ersten
Halbzeit schien alles für uns zu laufen, denn frühe Tore durch Stuhlmacher und
Zenga ließen jeden Emsländer noch entspannt, zuversichtlich und siegessicher
auf den Ausgang des Spiels blicken.
In Hälfte zwo
verliert die Truppe aber so ziemlich den Faden und Jeddeloh stellt zuerst auf
1:2 und wenig später durch Gaida auf 2:2.
Unfassbar, das
darf dir so nicht passieren, wenn du aufsteigen willst und letztlich musste man
hier noch in ein, zwei Situationen dem Fußballgott danken, dass man sich nicht
noch das 3:2 fängt. Alter!
Aber: In dieser
Spielzeit scheinen wir das Glück auf unserer Seite zu haben, das uns in der
Vorsaison noch fehlte.
Als schon kaum
jemand mehr mit einem Sieg rechnet, zeigt der Zeiger der Uhr bereits die 94.
Minute als Niclas Wessels sich ein Herz nimmt, abzieht und den Ball in den
Maschen den Jeddeloher Tores versenkt.
Sooooooo
wichtig und ein heftig emotionaler Torjubel vorm und im Gästeblock. Für sowas
fahr ich auswärts, für sowas investiere ich Zeit, Geld und Nerven. Für sowas
liebe ich diesen Verein!
Nur für dich mein Sportverein! Die Reise geht weiter!
Danke an Blaubacke für die Bilder!




