Blau-Weiß Lohne – SV Meppen 0:4

26.04.2026

Heinz-Dettmer-Stadion

Regionalliga Nord

Zuschauer: 2.815 (ca. 2.000 Gäste)

 

 

Manchmal da malt die Geschichte komische Schleifen.

Christian Neidhart, der uns als Trainer des SV Meppen vor ziemlich genau neun Jahren nach zwei absoluten Psychospielen gegen den Waldhof aus Mannheim in die 3. Liga führte, steht nun, neun Jahre nach dem Aufstieg und drei Jahre nach dem Abstieg, wieder an der Linie.

Ein bisschen unauffällig, vielleicht sogar ein bisschen in Vergessenheit geraten versucht er nun, alles dafür zu tun, das Team von Blau-Weiß Lohne vor dem Abstieg in die Oberliga zu retten. Nach Stationen in Essen, Mannheim und Offenbach nun also Lohne. Die mächtige Aura, die ihn in Meppen einst umgab, ist vielleicht immer noch da, ist aber auch vielleicht ein wenig verblasst, denn unser aktuelles Trainerteam überstrahlt zusammen mit allen Verantwortlichen und insbesondere der Mannschaft derzeit alles.

Als einziges Team aus den vier obersten deutschen Ligen im Jahr 2026 ungeschlagen, die lästige Konkurrenz aus Drochtersen und Oldenburg mit Hilfe der Freunde aus Emden (danke dafür!!!!) abgeschüttelt, einstige Mitstreiter aus Jeddeloh, Flensburg oder der Phönix aus Lübeck sind allenfalls als winzige Punkte im Rückspiegel zu erkennen, reiten Mannschaft, Anhang und die ganze Stadt auf einer Euphoriewelle gen 3. Liga.

Eine beachtliche Anzahl von gut 2.000 Emsländern reitet aber zunächst an diesem Sonntag zu leicht ungewohnten Anstoßzeit von 16:00 im Heinz-Dettmer Stadion zu Lohne ein. Der eigentliche Gästeblock ist pickepackevoll, doch in Lohne verhält man sich im Vorfeld wie echte Sportsmänner und -frauen und öffnet auch den Heimbereich für die blauweiße Invasion, sodass am Ende jeder dabei sein kann, der dabei sein will.

Sowieso; wo andere Vereine regelrecht in Schnappatmung verfallen, sobald sich eine größere dreistellige Anzahl an Gästefans ankündigt, verhält man sich in Lohne absolut cool, organisiert den Tag angefangen von Einlasskontrollen über Catering völlig entspannt, sodass heute nicht nur die Sonne frühsommerlich strahlt, sondern jedem der Mitgereisten ein zufriedenes Lächeln ins Gesicht zaubert, denn die Tür zu Liga 3 steht nun sperrangelweit offen, ja sie wurde quasi durch 4 Tore von Sprekelmeyer, Stuhlmacher, Ulbricht und Engelmann eingerannt und aus den Angeln gerissen und nun steht der SVM mit 1,99 Beinen im Zimmer mit der Aufschrift „Liga 3“! In den Nachbarzimmern wohnen Rostock, Aachen, 1860, Saarbrücken, Mannheim und andere illustre Namen. Drochtersen/Assel, Schöningen und Jeddeloh sind die seltsamen Untermieter, die man aber nie zu Gesicht bekommt.

Es ist alles surreal und fühlt sich an wie im Traum!

Wir sind zurück in Liga 3!!!!

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Danke an Blaubacke für die Bilder!