SG MoGoNo Leipzig
– SC Eintracht Schkeuditz 5:1
13.06.2026
Stadion des
Friedens
Stadtliga
Leipzig
Zuschauer: 75
Weiter geht’s zurück
über die Grenze nach Deutschland. Leipzig ist das Ziel.
Nein, nicht Red
Bull, nicht Lok, nicht Chemie. MoGoNo ist das Tagesziel.
SG Motor Gohlis
Nord, Stadtliga Leipzig, viel tiefer geht es bald nicht. Um dem Ganzen noch die
Krone aufzusetzen, zieht der Verein mit Ablauf dieser Saison zurück und steigt
freiwillig in die Stadtklasse ab.
Dass wir hier keine
fußballerischen Wunderdinge sehen werden, ist uns durchaus klar, vielmehr ist
abermals der Ground der Grund (haha) unserer Anreise.
Stadion des
Friedens. Klingt ja schonmal geil, denn wenn Stadien einfach „Stadion des
Friedens“ heißen, sind es meist keine 0815-Kunstrasenplätze ohne Ausbau,
sondern ganz gute Dinger. So wie dieses eben hier.
Das schöne Rund
wurde 1923 offiziell als „Wackerpark“ eröffnet, benannt nach dem Bauherrn SC
Wacker Leipzig, welcher allerdings nach dem Zweiten Weltkrieg aufgelöst wurde
und der aus der Tradition des Maschinenb stammende Sportgemeinschaft MoGoNo nun
der Nachfolgeverein ist. Zumindest die Fußballabteilung. Ursprünglich
lag das Fassungsvermögen des Grounds bei 50.000, da sich mittlerweile aber das
Unkraut weite Teile des Runds zurückgeholt hat und fußballerisch hier quasi
Bedeutungslosigkeit herrscht, sind‘s jetzt nur noch 25.000.
Mit offiziell
30.000 wird der Zuschauerrekord fixiert. In der Saison 1983/1984 als Lok Leipzig
hier gegen Chemie Leipzig antrat, da der Rasen des Zentralstadions nach dem 7.
Turn- und Sportfest der DDR doch arg ramponiert war. Lang ists hier. Heute jedoch
noch ist Motor Gohlis einer der größten Sportvereine der sächsischen Metropole,
denn mit über 2.500 Mitgliedern ist man im Breitensport ganz gut aufgestellt
und bietet unter anderem Sparten wie Badminton, Gymnastik oder Tischtennis.
Heute aber wie
gesagt Fußball und etwa 75 Augenpaare wollen diesem Spektakel beiwohnen.
Lobenswerter Weise muss man aber festhalten, dass trotz des geringen Zuschauerinteresses
der Grill und der Zapfhahn ihrer jeweiligen Bestimmung nachkommen und sogar ein
kleiner Mob kurzhaariger, sonnenbebrillter und in schwarzen Shirts gekleideter
Haufen junger Männer gesichtet wird, der sich allerdings schnell als „Fanboy-Mob“
der Böhsen Onkelz herausstellt, der hier bei ein paar Kaltgetränken die Zeit
bis zum abendlichen Konzert doch recht sinnvoll überbrückt.
Grüße an den Mitstreiter. Gerne wieder!







