Berliner FC Preussen – 1.
FC Lokomotive Leipzig 1:2

05.08.2026
Preußenstadion an der
Malteserstraße
Regionalliga Nordost
Zuschauer: 1.013 (ca. 300
Gäste)
Spontaner Kurztrip nach Berlin.
Kollege Jan weilt dort schon seit einem Tag beruflich und hat den o. g. Kick
ebenfalls ins Auge gefasst. Perfekte Gelegenheit also, mit dem Burschen wieder
einmal seit längerer Zeit ein Fußballspiel außerhalb unseres SVM von 1912 zu
sehen.
Das Preußenstadion an der
Malteserstraße ist im Süden der Hauptstadt im Ortsteil Lankwitz beheimatet und
bietet in der aktuellen Saison gleich zwei Mannschaften der Regionalliga Nordost
eine Heimat. Aufsteiger RSV Eintracht Stahnsdorf sowie eben den Berliner
Preussen, welche sich in ihrer zweiten Saison viertklassig befinden.
Von der Haltstelle
Lankwitz sind’s ca. 15 Fußminuten und man steht vorm Ground, reichlich Kioske
und Dönerläden auf dem Weg durch das eher belebte Viertel laden zum Kauf des
ein oder anderen Wegbieres ein.
Für doch recht sportliche
13 Euro erhält man die Zugangsberechtigung, die die Einnahme eines
unüberdachten Steh- oder Sitzplatzes gestattet. Zahlt man 5 Euro mehr, kann man es sich unter
einen kleinen maximal 200 Leute fassenden Unterstand bequem machen und befindet
sich dann in unmittelbarer Nähe des sehr kleinen Heimsupporters-Haufen, der
aber kaum nennenswert in Erscheinung tritt.
Nach etwas mehr Fankultur
sieht es natürlich im Gästebereich aus, wo sich rund 300 Lokisten einfinden und
mit etwas Verzögerung ihr Team mit ganz ordentlichem Support unterstützen. Viel
Standardmelodien, aber auch zwei, drei flotte Eigenkreationen lassen insgesamt und
auch unter Berücksichtigung der Tatsache, dass es hier ein sinnloser Mittwoch
ist, einen ordentlichen Eindruck zurück, den das Team mit einem knappen, aber letztlich
verdienten Auswärtssieg honoriert. So oder so deutet sich bereits jetzt ein
echtes Hauen und Stechen um den begehrten Platz 1 an, der am Ende direkt den
Aufstieg in Liga 3 bedeutet. Knapp ein Drittel der Liga hat ernsthafte
Ambitionen, somit sind Ausrutscher am besten gänzlich zu vermeiden.
Ist nun ein Besuch im
Preußenstadion zu empfehlen?
Nunja, es gibt Vor- und
Nachteile… Der 1938 eröffnete, im Krieg zerstörte und anschließend wieder neu
gebaute Ground ist eigentlich ganz schön. Auf der Gegengerade gammeln Wellenbrecher
auf verwilderten Stehtraversen und die alte Sprecherkabine hat starke
Nostalgie- Vibes. Insgesamt verfügt das hier aber alles nicht über
Regionalliga-Standards und nur aufgrund einer Übergangsregelung ist hier Regionalliga-Spielbetrieb
möglich. Das alles bedeutet, dass nur eine Seite freigegeben ist, was wiederum
für fotogeile Groundhopper ziemlicher Mist ist, da du Heim- und vor allem
Gästeanhang kaum gescheit aufs Foto kriegst. Für Bilder vom Lok-Ultrahaufen
verweise ich daher einfach mal an die Seite der Fanszene Lok.
Naja, sei es drum,
dennoch guter Abend bei authentischem Fußball, in einem recht schönen Stadion,
was auch Heimat des Footballteams von Berlin Thunder und Ex-Heimat des
Fußball-Influencer-Projekts Delay Sports ist bzw. war.
Während der Abend noch bei einige Bieren bis kurz vor Mitternacht gesellig verlebt wurde, ging es am Folgetag wieder ins schöne Emsland.









