SG Wattenscheid
09 – SV Lippstadt 08 0:0
31.05.2026
Lohrheidestadion
Oberliga
Westfalen
Zuschauer:
4.387 (ca. 150 Gäste)
Letzter
Spieltag in der Oberliga Westfalen.
Wattenscheid
gegen Lippstadt. In Anbetracht dieser Ansetzung hatte noch Anfang des Jahres so
mancher auf ein echtes Highlight, ja regelrecht auf einen Showdown am letzten
Spieltag gehofft, denn beide Vereine sind bzw. waren generell Kandidaten für
den Aufstieg.
Letztlich kam
aber wieder einmal alles anders, denn während Wattenscheid bereits am Spieltag
zuvor (in feiner SV Meppen 1987-Manier) in Erkenschwick den Aufstieg
klarmachte, verlor der Spielverein aus Lippstadt gerade im letzten
Saisondrittel zu viele Punkte, um das Ding hier heute zu einem echten Aufstiegskrimi
zu machen.
Schade, aber
dennoch hatte ich Lust auf dieses vermutlich einzige Spiel mit zwei relevanten
Fanszenen in ganz Deutschland an diesem Sonntag. Zudem war es an der Zeit, sich
das Lohheidestadion nach der umfassenden Sanierung einmal vor Ort anzusehen.
Und – so ganz
ohne Spannung wars dann auch nicht, Wattenscheid musste auf einen Ausrutscher
des Spitzenreiters Westfalia Rhynern gegen den ASC Dortmund hoffen, um mit mindestens
einem Unentschieden noch auf Platz 1 zu springen, der dann nicht nur die
Meisterschaft, sondern auch die finanziell attraktive Teilnahme in der ersten
Runde des DFB-Pokals bedeuten würde.
Dementsprechend
war die Hütte mit über 4.300 sehr gut gefüllt, gute 150 Leute bevölkerten den
Gästebereich, während die kleine Fanschar des Heimteams von den Freunden der
Würzburger Kickers unterstützte wurde. Irgendeine Kuttenfreundschaft zwischen
der Alten Garde Wattenscheid und den sog. Black Eagles aus Aachen wurde heute
ebenfalls gut sichtbar gelebt.
Das neue
Lohheidestadion gefällt mir mit seinen vier überdachten Seiten recht gut. Zwar
noch alles etwas steril, aber insgesamt keine schlechte Hütte, in der man
vermutlich auch locker Drittligafußball spielen könnte. Der Gästebereich bietet
eine völlig ausreichende Größe und der abermals überzeugenden Szene von
Lippstadt einen perfekten Raum. Lautstärketechnisch fehlte einige Male die
Durchschlagskraft, aber optisch ein sehr guter Auftritt! Ein Sonderlob gebührt
dem Trommler!
Lippstadt geht
immer!
Während also im
Gästeblock eindeutig die Ultraschiene gefahren wird, geht es im Heimbereich
deutlich oldschool-lastiger zu, was auch Max und Jonas so sehen, die ich zu
Beginn der 2. Hälfte zufällig antreffe. Grüße gehen raus!
Dabei is es
heute ein Nachmittag zwischen Euphorie und Ernüchterung, denn zwischenzeitlich
führt der ASC Dortmund 3:1 gegen Rhynern, was bei dem hiesigen 0:0 zur
Meisterschaft für Wattenscheid bedeutet hätte.
Anders als
Wattenscheid wusste im Fernduell das Team aus Rhynern offensichtlich, wo das
Tor steht und drehte einen 1:3-Rückstand in der Schlussminute auf einen
4:3-Sieg.
Die
Enttäuschung hält sich aber in Grenzen, denn was letztlich zählt, ist die
Teilnahme in der Regionalliga West in der kommenden Saison.
Gratulation dazu an Rhynern und Wattenscheid.










